Das Grundstück liegt in Stuttgart-Degerloch an der Oberen Weinsteige, Ecke Jahnstraße auf Höhe der Stadtbahnhaltestelle. Das Stadtbild, welches sich im Stuttgarter Süden durch den Bau neu ergibt, wird vor allem durch die besondere Form der Spitze des Gebäudes geprägt; man bemerkt sie direkt bei der Einfahrt in die Stadt. Aus dem Bürogebäude selbst kann man den Blick schweifen lassen in die unverbaubare Aussicht über den Stuttgarter Talkessel.
Durch flexible Grundrisse konnte jede Etage individuell ausgebaut und somit den Ansprüchen der Mieter selbst gerecht werden.
Die Besonderheit des Büro- und Handelshauses Wilhelmshöhe liegt in der Kühlung des Gebäudes. Damit dieses Bauwerk im Sommer nicht zu warm wird und über Nacht entsprechend abkühlen kann, wurde eine Bauteilkühlung innerhalb der Betondecken integriert. Im Wärmelastfall wird gekühltes Wasser durch ein Rohrsystem geleitet, das zu einer Abkühlung der Massivdecke führt. Dieser Kältespeicher reduziert während der heißen Tag die Raumtemperaturen optimal unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten.
Ein städtebauliches Gutachten bildete die Grundlage für den Bebauungsplan. Auf das Gutachten aufbauend, bestand unsere Arbeit sehr früh darin, nicht nun am Städtebau und der Architektur des Gebäudes zu arbeiten, sondern insbesondere auch die wirtschaftlichen Interessen der Bauherrschaft zu berücksichtigen.
Schallschutzverglasung, Bauteilkühlung innerhalb der Betondecken, Zu- und Abluftanlage mit Kühlung und Wärmerückgewinnung, begrünte Dachflächen, Hohlraumböden mit Bodenelektranten sind Teil des Konzepts.
Die Räumlichkeiten wurden im Jahr 2013 durch die Recaro Holding u. a. mit ihrem Design Center bezogen, was uns ganz besonders freut.
| Bauherr: | gewerblich |
| Leistungen: | LPH 3-9 HOAI |
| Team: | Jörg Zimmermann, Karl-Heinz Nagel, Ralph Ameis |
| Planung: | 12/2007 bis 03/2009 |
| Bauzeit: | 07/2009 bis 02/2011 |
| Nutzfläche: | 3.397,00 m² |
| Baukosten: | ca. 5,50 Mio. € Brutto (KG 200-500) |
| Primärenergiebedarf: | 202,1 kWh/(m²a) |